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Glockenschlag und Orgelklang

Vom Kirchturm läuten drei Glocken zu den Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen. Die 600 Kilo schwere gis' - Glocke aus dem Jahr 1695 stammt aus der alten St. Martins Kapelle. Sie trägt die Inschrift: "Des Gerechten Gebt vermag viel, wenn es ernstlich gemeint ist" und "Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat". Es ist die sogenannte Betglocke.

1951 wurden zwei neue Glocken zu der vorhandenen angeschafft. Die Gemeindekasse steuerte zu diesem Zweck fünf Tausend Deutsche Mark bei. Der restliche Betrag wurde durch Spenden der Bürger aufgebracht, wofür eigens ein "Glockenbeschaffungsverein" bestand. Die h'- Glocke, 260 Kilo, trägt die Inschrift: "Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis". Die e'- Glocke, 940 Kilo, als Ersatz für die im Krieg abhanden gekommene, trägt die Inschrift: "Nach Krieg und Leid und harter Zeit ruf ich erneut zur Seligkeit. Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit". Am Sonntag Laetare 1952 wurden diese Glocken feierlich in den gottesdienstlichen Gebrauch genommen.

Die Orgel wurde 1865 von der Firma Ratzmann in Gelnhausen gebaut. 1987 wurde sie von der Firma Förster und Nikolaus aus Lich grundlegend restauriert. Über die Geschichte der Orgel gibt die kleine Schrift "Die Ratzmann - Orgel in der evangelischen Kirche Seulberg 1865- 1987" Auskunft. Sie liegt in der Kirche aus und ist im Pfarrbüro erhältlich.

Entwurf und Ausführung der Seulberger Kirche lagen in den Händen des Bad Homburger Baumeisters Christian Holler, der zur gleichen Zeit auch die Bad Homburger Synagoge errichtete. Die im neugotische Stil errichtet Kirche steht heute unter Denkmalschutz.
Das Kirchenschiff ist 16 m breit und 20 m lang. Der Kirchturm mit dem goldenen Wetterhahn ist ca, 50 m hoch und ist ein trigonometrischer Punkt de Landesvermessungsamtes. Von dem Turm läuten 3 Glocken (in den Tönen h - e - gis ) zu den Gottesdiensten. Die Orgel steht ebenfalls unter Denkmalschutz. Sie wurde 1865 von der Firma Ratzmann in Gelnhausen gebaut und 1987 von der Firma Förster und Nicolaus aus Lich grundlegend restauriert.